DAS NEULAND WIKI HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

Noch offene Fragen?

Nicht jede Frage findet sich in einer Liste wieder. Sprechen Sie uns gerne direkt an – wir nehmen uns Zeit für Sie.

In der Hofgemeinschaft Neuland leben Kinder und Jugendliche, die für eine kürzere oder längere Zeit einen Wohn- und Lebensort brauchen. Für manche wird es ein Zuhause. Wie überall dort, wo Menschen zusammenleben, entstehen Fragen, Bilder und manchmal auch Unsicherheiten – vor allem, wenn Lebenswege anders verlaufen als gewohnt.

 

Viele sprechen uns an, sind interessiert oder haben Sorgen. Dieses Wiki möchte auf ein paar Fragen eingehen, die uns häufiger gestellt werden. Es gibt ein paar Einblicke in unseren Alltag, unsere Haltung und das Miteinander. 

 

Wir laden dazu ein, neugierig zu bleiben, nachzufragen und eigene Vorstellungen zu überprüfen. Das Neuland-Wiki ist kein Regelwerk und kein Nachschlagewerk über “richtig” oder “falsch”. Es ist eine Sammlung von Gedanken, Erfahrungen und Antworten, die unser Höfe-Leben verständlicher machen sollen. Für Nachbar*innen, Interessierte, Angehörige und alle, die mehr wissen möchten.

 

Schreibt uns gerne bei weiteren Fragen. Wir mögen Austausch 🙂

Bei offenen Fragen freuen wir uns über eine direkte Kontaktaufnahme. Am einfachsten geht das über das Kontaktformular.

Fragen sind willkommen. Manche Dinge gehören in geschützte Räume, anderes teilen wir gerne im Gespräch. Ein offenes Nachfragen ist oft der bessere Weg als Vermutungen.

Wie in Familien, Schulen oder Wohngemeinschaften können Konflikte entstehen. Gewalt ist jedoch kein Mittel unseres Zusammenlebens. Unser Auftrag als Fachkräfte ist es, früh zu begleiten, Sicherheit herzustellen und Kinder und Jugendliche dabei zu unterstützen, andere Wege im Umgang mit starken Gefühlen zu finden.

Wir haben aktuell keine Wohnung für Erwachsene auf den Höfen. Dennoch sind rund um die Uhr Erwachsene für die jungen Menschen und die Tiere vor Ort.

Hilfsbereitschaft ist etwas Wertvolles. Gleichzeitig erleben viele Kinder und Jugendliche gerne, wenn ihnen etwas zugetraut wird. Was das Materielle betrifft, ist es wahrscheinlich wie bei vielen Menschen. Es ist reichlich da und mehr wäre dennoch toll. Hilfreich ist daher, uns bei Ideen und Fragen anzusprechen.

Respekt, Freundlichkeit und echtes Interesse sind Begegnungen, die allen Menschen gut tun. Auch die jungen Menschen der Hofgemeinschaft möchten als die Menschen gesehen werden, die sie sind.

Die jungen Menschen leben bei uns in der Hofgemeinschaft. Wir freuen uns für sie, wenn sie diesen Ort als Lebensort wahrnehmen dürfen, der Kindheit und Erwachsenwerden ermöglicht. Mit allem, was auch andere junge Menschen in ihren Familien erleben dürfen: mit Alltag, Lachen, Streit, Gemeinschaft und Rückzug. “Heimkind” ist ein Begriff, der häufig mit festen Bildern und Zuschreibungen verknüpft ist. Für uns sind sie junge Menschen der Hofgemeinschaft. 

Wie überall gibt es ruhigere, lautere, fröhlichere, nachdenklichere, wütende und sehr humorvolle Menschen. Manche bringen besondere Erfahrungen mit, die Zeit brauchen. Vor allem aber bringen sie Persönlichkeit, Fähigkeiten, Wünsche und Ziele mit. Wir sehen Potenziale und den nächsten kleinen Schritt auf dem Weg in ein möglichst selbstbestimmtes Leben.

Die Gründe sind so verschieden wie die Menschen selbst. Oft geht es darum, dass Familien vorübergehend oder dauerhaft Unterstützung brauchen. Wir suchen nicht nach Schuld, sondern nach dem nächsten guten Schritt für das Kind oder Jugendlichen.

Die Hofgemeinschaft Neuland ist ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche wohnen und leben können. Ein Team aus Erwachsenen, die pädagogisch ausgebildet sind, bieten einen Beziehungsrahmen, der Kindheit ermöglichen möchte. Auch bei ungewöhnlichen Lebenswegen geht es um Beziehung und Selbständigkeit, um Schutz und Würde, Spülmaschineausräumen, Sportbeutel, gemeinsame Ausflüge und Auseinandersetzungen. Eigentlich wie überall.

Sie bleiben weiter wichtige Menschen für die Kinder und Jugendlichen. Manche können oft zu Besuch kommen. Andere wohnen weiter weg. Wir schauen gemeinsam, wie für alle am besten der Kontakt gehalten werden kann.

Nicht auf eine Geschichte reduziert zu werden. Sondern gesehen zu werden als Kinder und Jugendliche mit Interessen, Humor, Stärken und Ecken – genau wie andere auch.

In der Hofgemeinschaft arbeiten überwiegend Erwachsene mit pädagogischer Ausbildung. Gleichzeitig gibt es auch Erwachsene, die sich mit Verwaltung auskennen und darin ausgebildet sind. In der Hauswirtschaft und Landwirtschaft haben wir ebenfalls Erwachsene, die sich darin besonders gut auskennen.

Insgesamt sehr normal. Aufstehen, Frühstücken, Schule oder Ausbildung, Zeit miteinander in der Hofgemeinschaft, Treffen mit Freund*innen, Verein, Rumhängen und was einem sonst wichtig ist. Der Alltag hat seine gewohnten Abläufe und immer auch Überraschungen. Durch die Tiere, die auf den Höfen leben, haben wir zusätzlich noch einiges zu tun und noch ein paar Lebewesen mehr, mit denen wir gerne Zeit verbringen.